Forschungsinstitut BIOPOL e.V.
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Beta 1,3/1,6 D Glucan im Zunderschwamm

Wissenschaftliche Erkenntnisse und Rechercheergebnisse in Zusammenarbeit mit dem Institut für Pharmazie der Ernst-Moritz-Arndt- Universität Greifswald

Anwendungsgebiete

 

  • Bei schwachem Immunsystem,
  • bei Allergien und Hautirritationen,
  • zur Förderung der Wundheilung,
  • vor oder nach Chemotherapien,
  • bei erhöhten negativen Stress (Distress),
  • bei erhöhten Cholesterinspiegel.

 

Wirkungen von Glucanen im Immunsystem 

 

  • Stimulation von Granulozyten, Monozyten, Makrophagen und NK-Zellen: erhöte Phagozytose (Fressen und Verdauen von fremden Zellen) und Sekretion von Zytokinen. Diese locken u.a. Zellen für die Immunabwehr an.
     
  • Stimulation der Antikörperproduktion von B-Zellen (Zhang et al. 2010)
     
  • Entgegenwirken der Tumor ausgelösten Hemmung von B-Zellen (Sun et al. 2011)

 

Biologische Aktivitäten von Glucanen

  • Direkte tumorizide (antikarzinogene) Wirkung: Apoptoseinduktion, Zellzyklusarrest durch Hemmung der Expression Zyklus regulierender Gene (Jiang und Sliva 2010, Xu et al. 2011)
     
  • Hemmung der Zelladhäsion, -migration und –invasion und somit Hemmung der Metastasierung (Verbreitung von Krebszellen im Körper) durch Beeinflussung von Adhäsionsmolekülen (Masuda et al. 2008, Jiang und Sliva 2010)
     
  • Hemmung der Angiogenese. (Lee et al. 2009, Chen et al. 2010, Xu et al. 2011) Dieser Effekt hilft dabei, Tumore auszuhungern, da die tumor-versorgenden Blutgefäße nicht schnell genug mitwachsen können.
     
  • antientzündliche Wirkung, u.a. durch Hemmung der ICAM-Expression (Wang et al. 2011)
     
  • Absenkung des Cholesterolspiegels im Blut
     
  • Absenkung des Blutglukosespiegels

 

ß-Glucane zur Senkung des Cholesterolspiegels

 

Studien

 

Damit verbunden Abnahme des Risikos für Herz-Kreislauf-Krankheiten

 

Doppelblinde, randomisierte, multizentrische Studie

 

Frühstücksmüsli mit 3 g ß-Glucan aus Hafer/d (hohes Molekulargewicht), 345 Probanden (LDL >3,0 and <5,0 mmol/l), 4 Wochen
Senkung des LDL-Cholesterol um 5% (Wolever et al. 2010)

 

Wirkmechanismen

 

Bindung von ß-Glucanen an Gallensäuren, diese verstärkt ausgeschieden, Hochregulation von LDL-Rezeptoren, bessere Verwertung von LDL


Fermentation der ß-Glucane durch Mikroflora, dadurch auch Einfluss auf den Fettstoffwechsel (vermehrt kurzkettige Fettsäuren)


Sättigungseffekt der ß-Glucane und dadurch geringere Energiezufuhr


Erhöhung der Viskosität des Nahrungsbreis und damit Glättung der Nährstoffresorption

 

Regulatorischer Status von ß-Glucanen

 

Lentinan in Japan als Arzneimittel zur adjuvanten Tumorbehandlung zugelassen

 

FDA: 1997 health claim für ß-Glucan aus Hafer (3 g/d) zur Senkung des Cholesterolspiegels und des Risikos für koronare Herzkrankheiten, 2006 erweitert auf ß-Glucane aus Gerste

 

EU: health claim für ß-Glucane aus Getreide zur Senkung des Cholesterolspiegels und des Risikos für koronare Herzkrankheiten

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